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Nachwuchs bläst gerne Modernes

on Mittwoch, 05 April 2017. Posted in Sesslach

Autor - Bettina Knauth
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Nachwuchs bläst gerne Modernes

Beim Frühlingskonzert der Stadtkapelle Seßlach spielen drei junge Musiker zum ersten Mal das volle Programm mit. Noch hält sich die Aufregung in Grenzen.

Großer Auftritt für einen jungen Mann: Benedikt Heimstädt i ist einer von drei Jungmusikern der Stadtkapelle Seßlach, die am kommenden Samstag zum ersten Mal bei den "Großen" mitspielen. Egal ob traditionell, wie beim "Böhmischen Blut" oder den "Polka-Spezialitäten" im ersten Teil oder modern, wie bei "Sweet Caroline" oder "Music" nach der Pause: Heimstädt muss auf seinem Bariton alle Stücke beherrschen.

Schnell und hoch ist schwierig

Noch gibt sich der Elfjährige betont cool. "Wenn ich etwas falsch spiele, dann hört das ja niemand!", zeigt sich Benedikt überzeugt. Welches Lied spielt er am liebsten? Der Nachwuchsmusiker muss ein wenig überlegen. Spontan fällt ihm nur ein, was ihm nicht so liegt: "Schnell und hoch mag ich es gar nicht!" Diese Stücke seien sehr schwer. Dann spielt er schon lieber modernere Lieder, wie den "Lion King" oder Leonard Cohens "Halleluja". Besonders die Melodie des "Königs der Löwen" hat es dem Jungen angetan. Ebenso wie Ellena Bartsch und Marie Schiegg, die sich mit Benedikt zum ersten Mal mit der gesamten Stadtkapelle dem Publikum stellen, hat der Schüler bereits beim letztjährigen Frühlingskonzert mit den Jungmusikern im Seßlacher Sportheim aufgespielt.
Zwölf dieser Newcomer präsentieren sich unter der Leitung von Dirigentin Nicole Bohl in diesem Jahr erstmals mit zwei Stücken. Die fortgeschrittenen Nachwuchsmusiker unterstützen sie dabei.
Bei Maries großer Schwester Milena nimmt Benedikt seit Herbst 2015 alle zwei Wochen mittwochs Unterricht, nach Bedarf auch wöchentlich. Hinzu kommt die Probe mit der gesamten Stadtkapelle am Donnerstag. "Anfangs war er noch so klein und das Tenorhorn schien so lang für ihn", erinnert sich die junge Gossenbergerin lachend. 

Erster großer Auftritt heuer

Im Seßlacher Pfarrsaal probt die gesamte Kapelle am Donnerstag eifrig für den ersten großen Auftritt in diesem Jahr. Noch gefällt Dirigent Michael Bauer das "Allgäu Land" nicht so richtig. Er lässt das Stück wiederholen. Mit Benedikts Fortschritten an dem Blasinstrument zeigt sich seine Lehrerin dagegen zufrieden. Schiegg sagt: "Die Bronzeprüfung vor einem Jahr hat er ganz gut gemeistert." Wenn es dem Nachwuchs Spaß mache, dann sei er "gut dabei", so Schiegg weiter. Eines steht für sie fest: "Ehrgeiz ist schon notwendig."
Um sich aktiv um Nachwuchs zu bemühen, stellt sich die Stadtkapelle jeweils den Drittklässlern der Volksschule Seßlach vor. Danach folgt ein Informationsabend für Interessierte und ihre Erziehungsberechtigten. "Dirigent Michael Bauer meinte bei Benedikt, ein Talent zum Bariton erkannt zu haben", berichtet Mutter Claudia vom Verlauf der Aktion. Allerdings habe er den Namen des Instruments anfangs aus Unwissenheit zu "Zenova-Horn" verballhornt, fügt sie schmunzelnd hinzu. Nachdem die Heimstädts das Instrument zunächst für ein Jahr von der Kapelle ausleihen durften, musste sich Benedikt entscheiden, ob er weitermachen wollte. "Immerhin kostet so ein Bariton 2500 Euro", erläutert seine Mutter. Der Junior wollte und übt inzwischen mit dem eigenen Instrument.
Seit drei Jahren spielt Benedikt bereits das Tenorhorn. Das Vorbild des großen Bruders färbt auch auf seine Schwester Antonia ab. Sie möchte ebenfalls den Bariton erlernen, vielleicht aber auch lieber das Saxofon. Benedikt ist vielseitig interessiert. Noch größer als seine Begeisterung für die Musik der Stadtkapelle ist seine Fußballleidenschaft: Benedikt kickt für die D-Jugend des DJK/FC Seßlach und seit kurzem für die Schulmannschaft des Coburger Ernestinums. Außerdem interessiert sich der Sechstklässler an seinem Gymnasium für "Jugend forscht". Der Junior sei "schwer beschäftigt, Benedikt habe selten einen Nachmittag frei, kommentiert sein Vater. Erst recht nicht vor dem großen Konzert: Momentan reiht sich eine Probe an die andere. 
Am Donnerstag steht die Generalprobe an, damit am Samstag jeder Ton sitzt. Auch wenn man Misstöne vielleicht nicht unbedingt hört, legt Dirigent Michael Bauer dennoch Wert auf den perfekten Klang. Davon können sich die Besucher des Frühlingskonzerts überzeugen.

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