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Hunderettung kostet 1200 Euro

on Montag, 03 April 2017. Posted in Sesslach

Autor - Neue Presse
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 Immer wieder kommt es vor, dass die Feuerwehr in Not geratene Tiere retten muss. Wird dabei fremdes Eigentum beschädigt, droht den Haltern eine saftige Rechnung.

Das Kätzchen, das nicht mehr alleine aus dem hohen Baumwipfel kommt, der entflogene Kanarienvogel oder die beiden Hunde, die vergangene Woche bei Seßlach aus einem Kanal befreit wurden: Sind Tiere in Not, rückt die Feuerwehr an. Nach der Rettung überwiegt bei den Tierhaltern die Erleichterung, ihren Liebling wieder zu haben. Doch später taucht die Frage auf, wer für die Rettung des Tieres bezahlen muss.

"Von unserer Seite kommt da keine Rechnung", erklärt Stefan Probst, Pressesprecher der Polizeiinspektion Coburg. Schließlich seien seine Kollegen nicht direkt an der Rettung beteiligt, sondern fahren oftmals nur vorbei, um die Lage einschätzen zu können. Anders sieht es bei der Feuerwehr aus. Die ehrenamtlichen Helfer sind es, die sich mit viel Einsatz für das Wohl der Tiere engagieren. Ob diese Leistung dem Halter in Rechnung gestellt wird, variiert je nach Stadt und Gemeinde. So muss die Halterin der beiden in Seßlach geretteten Hunde nach Informationen der Neuen Presse 1200 Euro bezahlen; die Instandsetzung des Kanals übernimmt kulanterweise die Stadt.

Anders ist die Lage in Coburg. "Wir sind verpflichtet zur Rettung von Mensch und Tier", sagt Stadtbrandrat Ingolf Stökl. "Und somit ist u nsere Hilfe eine Leistung, die den Tierhaltern nicht in Rechnung gestellt wird." Die genauen Kosten für einen Tier-Rettungseinsatz seien ohnehin schwer abzuschätzen. Als Richtwert könnten 20 Euro pro Mann und Stunde und zwischen 80 und 250 Euro pro Fahrzeug angesetzt werden.

Der Schaden am Eigentum wiegt mitunter schwerer. Etwa dann, wenn ein Zaun zerschnitten werden muss, um ein Haustier zu befreien. Oder wenn, wie in Seßlach, ein Betonkanal teilweise zerstört werden muss. Tierbesitzer, die eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, sind dann fein raus. Denn es besteht die Möglichkeit, dass diese für die "Schäden am Eigentum von Fremden aufkommt", sagt Karin Benning, Pressesprecherin der HUK-Coburg. Dem Versicherer obliege es, den Einzelfall zu prüfen, berechtigte Ansprüche zu regulieren und unberechtigte abzuwehren.

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