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Gemündaer Kapelle ist seit fünf Jahren ein Besuchermagnet in der Flur

on Montag, 03 April 2017. Posted in Gemünda

Autor - Bettina Knauth
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Nicht nur zum fünfjährigen Bestehen strömen Besucher zur Kapelle an der Heiligenleite in Gemünda. Viele suchen das ganze Jahr hier Orientierung.

"Am Anfang steht immer ein Traum - und manche Träume  lassen sich verwirklichen!" Hendrik Dressel, Vorsitzender der Stiftung "1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda", zeigte sich am Sonntag überwältigt von dem Besucherstrom, der zum fünften Jubiläum den Weg hinauf zur Kapelle an der Heiligenleite gefunden hatte. Für ihn ist die Kapelle, deren Bau er mit initiiert hat, "ein traumhafter Ort zur inneren Einkehr" sowie des Zwiegesprächs mit Gott. Mit Blick auf die dichtbesetzten Biergartenbänke beim ökumenischen Gottesdienst sprach Dressel von "einem unglaublich schönen Bild, hier am Grünen Band, dem ehemaligen Eisernen Vorhang".
"Grenzenlos im Licht", so lautet das Motto der Kapelle. 

Wie stark die Kapelle am Zweiländerweg der Initiative Rodachtal frequentiert wird, davon zeugen die vielen benutzen Kerzen ebenso wie die Einträge in die mittlerweile drei Gästebücher. Hermann Gossenberger, dem die Idee zum Bau der Kapelle bei seiner Wanderung auf dem Jakobsweg kam, hat ausgerechnet, dass es weit über 10.000 Besucher gewesen sind. 

"Es tut der Seele gut"

Mancher Gast sucht diesen Ort öfter auf: "Danke, endlich darf ich die Kapelle allein genießen. Diese Ruhe schenkt Kraft, die Gedanken können fließen", lautete ein Eintrag im Gästebuch, den Gossenberger zitierte. "Es ist so herrlich, immer wieder hierher kommen zu dürfen, es tut der Seele gut", schreibt ein anderer Besucher. Für den Initiator steht fest: "Diese Kapelle ist ein Geschenk Gottes."

Auch für Pfarrer Norbert Lang (Seßlach), der gemeinsam mit dem Gemündaer Pfarrer Andreas Neeb den Gottesdienst zelebrierte, ist die Kapelle "ein beeindruckender Einkehrort": "Das Kreuz Christi umfängt mich an diesem heiligen Ort von allen Seiten." Das kleine Gotteshaus habe der alten Flurbezeichnung "Heiligenleite" in schöner Weise eine neue Bedeutung gegeben, sagte Neeb: "Die Menschen lassen sich auf dem Weg zu Gott herleiten und gehen verwandelt von hier wieder fort." Dazu trage auch das durch Lichtband und Kreuz in die Kapelle eindringende besondere Licht bei. 

Zur fröhlichen Kapellenkirchweih spielten die Autenhaus'ner Musikanten auf. Eine Fotodokumentation zeigte den Bau der Kapelle, der laut Gossenberger "perfekt und problemlos" verlief, dank zahlreicher Helfer und Sponsoren. Schnell konnte der Gemündaer damals nach seiner Rückkehr vom Jakobsweg in seinem Heimatort Mitstreiter begeistern: Architekt Josef Starkl übernahm die Planung, die Stiftung "1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda" die Trägerschaft. Hendrik Dressel, Volker Hartung, Dieter Mey, Alfred Schweizer, Dieter Treiber und Reiner Weikard finanzierten gemeinsam mit Gossenberger das Vorhaben privat und setzen es um. 
Kirchlich begleitet wurde das Projekt von Pfarrer Andreas Neeb und Pastoralreferent Harald Ulbrich. Alle Einnahmen des fünften Kapellengeburtstags sollen der Renovierung der Gemündaer Johanneskirche zugutekommen.

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